Katamaran Einsteiger Training (Teil 1)
Am Wochenende nahmen fünf junge Erwachsene am Einsteiger Training teil. Manche von ihnen saßen schon einmal auf einem Katamaran, andere noch nie. Der gemeinsame Plan ist kühn: Innerhalb von zwei Wochenenden sollen alle von ihnen einen Katamaran sicher, schnell und zielgerichtet bewegen können.
Der Kurs begann mit dem Austausch über eigene Lernziele und was die Teilnehmenden bräuchten, um sich im Training und der Gruppe wohlzufühlen. Das oberste Credo sollte lauten: wir feuern uns gegenseitig an, loben und feiern uns. Und das hatte Wirkung!

Nach kurzer Einführung in die Boote – so viel gibt es an einem Hobie 16 nicht zu erklären, haben wir die erste (halb-)Trockenübung im seichten Wasser gestartet. Jeweils zwei Teilnehmende saßen auf dem Boot und bedienten Ruder und Schoten. Ich stand am Bug und habe den Kat bewegt. So konnten wir die Bewegungsabläufe von Anluven, Abfallen und Wenden einüben. Als nächstes haben wir im hüfttiefen Wasser das Kentern und Aufrichten geübt, naja eigentlich nur das Aufrichten, Kentern funktioniert bekanntlich auch ohne Übung.
Am Nachmittag lag die Windgeschwindigkeit bei 10-22 Knoten. Milan und Samir, die schon Katamaran-Erfahrung hatten, wagten sich gemeinsam auf den See. Auch die anderen konnten direkt Erfahrung am Steuer sammeln, allerdings mit der Sicherheit Andreas oder mich als Crew dabei zu haben. Nach 2-3 Stunden schneller Fahrt fanden sich alle wieder wohlbehalten und glücklich am Vereinsgelände ein.
Der Sonntagvormittag wartete mit etwas milderem Wind auf uns. Nach einem kurzen Theorieteil wurden die Teams durchgewechselt und es ging wieder aufs Wasser. Die Begleitung habe ich dieses Mal Solo auf einem Hobie 16 übernommen. Das führte zu lustigen Szenen, wie ich -im Trapez hängend- den Teilnehmenden Tipps zu Segeltrimm und Manövern zurief. Das zielgerichtete Umsegeln der Übungsbojen stellte sich noch als zu anspruchsvoll heraus. Wegen der teilweise kräftigen Böen erforderte der Wechsel von Upwind- auf Downwindkurs sehr viel Überzeugungsarbeit meinerseits. Die Mittagspause war dann eine Mischung aus Stärkung, Reflektion und Steuerleutebesprechung, denn am Nachmittag fand die zweite Vereinsregatta der Saison statt. Der Termin des Trainings war mit Absicht so gewählt, um Neulingen einen tiefen Einblick in unsere Vereinsaktivitäten zu geben und zugleich die Angst vor einer Regattateilnahme zunehmen. Weil die Teilnehmenden inzwischen weitgehend allein mit ihren Booten klarkamen, konnte ich ebenfalls an der Regatta teilnehmen.
Am Ende des Trainingstages waren alle Beteiligten ziemlich erledigt, aber auch sehr begeistert und voller Vorfreude auf den zweiten Teil am übernächsten Wochenende. Vielfach wurde zurückgemeldet, dass nicht nur das Training echt Spaß gemacht hat, sondern auch die Vereinsatmosphäre sehr einladend wahrgenommen wurde.
Vielen Dank an Sven und Marcel für die Beschaffung und Betreuung des Begleitboots, an die Segelschule, dass wir dort unser Boot über das Wochenende parken konnten und an den Vorstand, der diesen ersten Versuch eines Juniorentrainings so unkompliziert und ermutigend unterstützt hat. Außerdem an Sandra, Gerrit, Simon und Andreas für die Hilfe beim Aufriggen und spontane Unterstützung.