Topcat WM 2026 – Cesenatico

Abbildung 1, Eat pasta, sail fasta!

Die WM 2026 der K3/K3X, K2/K2X und K1 vom 5. bis 9. September findet an der Adria im Fischerort Cesenatico statt, also dort, wo (bis jetzt) alle Topcat-Rümpfe das Licht der Welt erblickt haben! Deshalb ist es hier voll von Topcats jeden Alters, na ja, es liegen auch etliche A-Cats, wenige F18 und einige Contender im Kat-Club Circolo Vela Cesenatico.

Abbildung 1, Eat pasta, sail fasta!

Noch schnell ein spontanes Vorstandstreffen mit dem CSCM-Vorsitzenden an einer österreichischen Tankstelle und ich bin gespannt auf das italienische Segelrevier, wo sich die süddeutschen und österreichischen Topcat-Seglerinnen und -Segler immer Ostern treffen. Danach schließen sie das Training mit der ersten großen Regatta des Jahres, in 2026 der 50. Ausgabe der Vele di Pasqua ab.
Nach der abgestempelten Segelvermessung und Ausrüstungskontrolle der Kats steht der Adrenalinspiegel schon beim Practicerace hoch, in dem wir das Revier bei bis zu 40 Grad kennenlernen und uns unter Wettkampfbedingungen beschnuppern. Als 1. an der Luvtonne zu sein, heißt aber nicht auch so ins Ziel zu kommen, dazu sind die Bedingungen für mich einfach zu neu.

Foto 2, WM-Ausrüstungsstempel

Und so geht es für mich auch am 1. Regattatag mit recht konstanten 10-12 kn aus Südost weiter, denn auf dem down wind-Kurs ziehen mir noch immer zu viele Boote durch. Wenn doch die italienischen Wettfahrtleitungen mal auf gelbe Bahnmarken wechseln würden! Dann müsste ich nicht so lange nach den schmalen orangenen Leegate-Bojen suchen, denn die sind bei dem Kurs so schlecht von den orangenen Strandliegen von Cesenatico unterscheiden. Raumschots kommen darum immer noch schlechte Schläge heraus. Und nein – ich segele nicht mit Kompass!

Foto 3, Konkurrenz im Trapez mit Gennaker

Nach dem Punktesammeln von gestern geht es heute durch die Brandung raus und gegen mittleren Ostwind und längere Dünung an, die uns eine Bora aus Kroatien rüberschickt. Am Start und unter Gennaker geht es jetzt besser und ich verliere weniger, denn ich kann die langen Wellen besser aussegeln und mitnehmen.

Foto 4, Start im Pulk

Am vorletzten Tag bin ich bei den Starts zu vier Wettfahrten viel konzentrierter und vermeide die Pulks an der Linie, wenn es geht. Manchmal ist es rechts raus aufs Meer im freien Wind und gegen die Welle einfach besser als mit dem Pulk unter Land und in die mitlaufende See zu geraten. Jetzt läuft es endlich und es fehlt nur noch wenig Leistungssteigerung für den hoffentlich ein oder anderen Tagessieg.

Foto 5, Start nach rechts raus

Heute, zum Ende sollte sich eigentlich in der 11. und 12. Wettfahrt noch einiges ausgleichen lassen, denn die Plätze 4.-9. liegen sensationell nur je 1-2 Punkte auseinander: Das heißt, heute geht’s ums Ganze und die Plätze können noch einmal komplett durcheinander gewürfelt werden. Selten war es so spannend, was mindestens einen K3 und fünf K3X kaum am Strand hält.
Gut, wir waren mit der Wettfahrtleitung gestern schon knapp am Gewitter vorbeigeschrammt, und heute soll es wirklich eng für uns werden. Das heißt wieder warten – und dann schade: Das Gewitter setzt sich nicht durch, aber besser so, als ein zu großes Risiko einzugehen, denn die Marine hat die Hafentore und damit den ganzen Hafen von Cesenatico vorsorglich geschlossen. Also ändert sich nichts am großen Punkteabstand, den Gregor, Paul und Jakub konstant vor dem engen Mittelfeld herausgesegelt haben. Die Luft ist raus, es bleibt bei den Plätzen und meinem 9., 46 Punkte, einmal mehr punktgleich, hier mit dem 8.!
Damit geht wieder eine Topcat-WM 2026 mit Leidenschaft und großer Gemeinschaft zu Ende. Dafür sorgte schon die wunderbare Organisation im Club, das zuverlässige Anpacken der Clubmitglieder, nicht nur in der Brandung beim Wassern am Strand, überhaupt die riesige Gastfreundschaft, wie sie wohl nur in der Romagna üblich ist.
Kein Wunder, die Sieger werden von einem großen Komitee mit Club-Präsidenten, von den Offiziellen in Uniform, vom Bürgermeister und von der Vertreterin der Romagna geehrt und auf die Treppchen geholt:

Foto 6, Honoratiorenkomitee

K3/K3X:

  1. Gregor Lotz/K3 (Deutschland), 14Pkt
  2. Paul Säger/K3X (Deutschland), 22 Pkt
  3. Jakub Drygas/K3 (Polen), 25 Pkt
Foto 7, K3/K3x-Siegerehrung

K 2/K2X:

  1. Tobias Glasl, Veronika Kell/K2X (Deutschland), 10 Pkt.;
  2. Riccardo Mellina Gottardo, Gian Marco Venturi/K2X (Italien), 17 Pkt.;
  3. Agostino Montalti, Casadei Gianluca/K2X (Italien), 27 Pkt.
Foto 8, K2/K2X Siegerehrung

K1:

  1. Sascha und René Treichel (Deutschland), 12 Pkt
  2. Daniele Saragoni, Achille Pazzaglia (Italien), 20 Pkt
  3. Jaroslaw Wachowiak, Marek Smiglak (Polen), 30 Pkt
Foto 9, K1 Siegerehrung


Eine wunderbare Woche am offenen Meer mit kurzen Wegen auch zur Regattabahn, sehr professioneller Wettfahrtleitung und erstklassiger Rundumbetreuung geht zu Ende. Jetzt ist mir klar, warum das Topcat-Training zum italienischen Ostern immer gut besucht ist!
Herzlichen Dank an das süddeutsche-österreichische Topcat-Organisationsteam und vor allem an Agostino und Gianluca und die unzähligen helfenden Hände vom Circolo Vela Cesenatico.

Foto 10, Agostino und Gianluca

Ohne Euch hätte uns die WM 2026 in Cesenatico nur halb so gutgetan!

E.H.

Abbildung 2, Ergebnisse K3

Abbildung:
1, 2 (Topcat Klassenvereinigung)
Fotos:
2 (privat),
1, 3-10 (Circolo Vela Cesenatico)

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